Smartes LED-Straßenlicht stört Fledermäuse nicht

Die Fledermaus war einmal ein wichtiger Teil unserer heimischen Fauna und vertilgte Nacht für Nacht erfreulich viele Insekten. Mittlerweile allerdings sind die Wohnmöglichkeiten für die putzigen Flieger rar geworden, und die nächtliche Beleuchtung unserer wachsenden Städte und Gemeinden tut ihr Übriges, um die kleinen Säugetiere weiter zu dezimieren.

Sowohl Leuchtstoffröhren als auch Hochdruck-Natriumdampflampen, die noch vielerorts als Strassenbeleuchtung eingesetzt werden, geben ein Farbspektrum ab, das den Lebens- und Tageszyklus der Fledertiere stört.

Die niederländische Stadt Zuidhoek-Nieuwkoop, gelegen im grünen Herzen (“Groene Hart”) des Landes nimmt ihren Eigenanspruch einer naturschützenden unn nachhaltigen Gemeinde auch gegenüber den Microchiroptera (so heißen die Kleinen in der akademischen Welt) wahr und begann schon 2011 mit einem Fledermaus-Schutzprogramm, das mittlerweile noch ausgeweitet wurde.

Dazu gehören auch Straßenleuchten, deren LED-Licht die nächtliche Flugfauna nicht beeinträchtigen. Die Signify-LEDs strahlen nachts in einem rötlichen Licht, das den Lebenszyklus der Tierchen aufrechterhält. Zusätzlich werden die Leuchten durch das „Interact City“-System von Signify (vormals Philips Lighting) angesteuert, das den Stromverbrauch gegenüber herkömmlichen Natriumdampflampen noch einmal um 70 Prozent senkt und die Regelung einzelner Lichter von einer Zentrale aus erlaubt.

So können bei Notfällen oder ungewöhnlichen Lichtverhältnissen die betreffenden Ecken der Stadt mit dem passenden Licht versehen werden. Die Fledermäuse als wichtiger Teil unserer heimischen Tierwelt werden dagegen nicht unnötig belästigt und können dank des speziellen Lichtrezepts der High-Tech-LEDs, dem jahrelange Forschung des niederländischen Institute of Ecology und der Wageningen University mit Philips ClearField LEDs vorausgegangen ist, in Ruhe siedeln.

Das Gemeinde Zuidhoek-Nieuwkoop liegt am Rand eines Naturschutzgebietes mit vielen Wiesen und Seen und besteht aus nachhaltig gebauten Häusern. Die Gegend ist Teil des EU-Programms “Natura 2000”’, das europaweit ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten errichtet, um gefährdete Pflanzen- und Tierarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen.

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