[Glossar] Das grosse Licht-Glossar: Alles zu LED, Lumen, Watt, Energiesparlampen etc.

Anlaufzeit
Mit der Anlaufzeit wird der Zeitraum angegeben, bis eine Lampe 60 Prozent des angegebenen Helligkeitswertes erreicht.

Beleuchtungsstärke
Beleuchtungsstärke ist die Lichtmenge, die auf eine Flächeneinheit einer Oberfläche fällt. Die Einheit ist Lumen (lm) pro Quadratmeter gemessen in Lux (lx).

Dimmbarkeit
Nicht alle Lampen sind dimmbar. Glüh- und Halogenlampen sind dimmbar, nicht aber alle LED- und Energiesparlampen. Ein Symbol auf der Verpackung zeigt an, ob eine Lampe für Dimmerbetrieb geeignet ist. Bei Energiesparlampen, die mit handelsüblichen Dimmern regelbar sind, entfällt dabei jedoch die vielfach gewünschte Veränderung der Lichtfarbe, wie sie bei Glühlampen auftritt. Energiesparlampenlicht wird nicht rötlicher, wenn es gedimmt wird.

Energieeffizienz
Die Energieeffizienz (EEL = Energy Efficiency Label) einer Lampe variiert von A bis E, wobei A die höchste Energieeffizienz ist. LED- und Energiesparlampen sind besonders effizient, gefolgt von energiesparenden Halogenlampen. Die herkömmliche Glühlampe wird mit Energieeffizienz-Klasse E gekennzeichnet, weil sie nur 5 Prozent der verbrauchten Energie in Licht umwandelt, der Rest verpufft als Wärme. Die energieeffizientesten Lampen sparen bis zu 80 bis 90 Prozent der Energie im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühlampe.

Energiesparlampe
Energiesparlampen lassen sich am besten beschreiben als gefaltete Leuchtstofflampen, die in ihrem gängigen E14- oder E27-Lampensockel ein Vorschaltgerät haben. Das Licht wird nicht durch einen Glühdraht, sondern in den Entladungsröhren durch ein elektrisch leitendes Gasplasma niedrigen Drucks erzeugt. Die entstehende unsichtbare elektromagnetische Strahlung wird durch einen Leuchtstoff umgewandelt.
Die Zusammensetzung und die Qualität des Leuchtstoffs bestimmen die Lichtfarbe und das Farbspektrum des Lichts. Bestimmte Farben in der Umgebung können dadurch betont, aber unter Umständen auch nicht richtig wiedergegeben werden. Hier gibt es zum Teil deutliche Qualitätsunterschiede zwischen Marken- und Billigprodukten.

Farbwiedergabeeigenschaft von Lampen
Obwohl weiße Lichtquellen in der Lichtfarbe gleich erscheinen, kann es sein, dass beleuchtete Flächen und Objekte nicht gleich aussehen. Das weiße Licht kann das Ergebnis einer unterschiedlichen Kombination von Lichtfarben sein. Ein rotes Tuch sieht nur rot aus, wenn in dem weißen Licht auch rote Farbbestandteile enthalten sind. Wird das weiße Licht jedoch aus überwiegend gelben und blauen Anteilen des Farbspektrums erzeugt, erscheint das Tuch grau-braun, da rotes Licht fehlt, das vom Gegenstand reflektiert werden kann. Zur Bewertung der Farbwiedergabeeigenschaften von Lampen dient der Farbwiedergabeindex CRI (international) bzw. Ra-Wert.

Halogenglühlampe
Halogenglühlampen sind wie Standardglühlampen ebenfalls Temperaturstrahler. Der grundlegende Unterschied zur Standardglühlampe ist, dass der Halogenbrenner mit einem Halogengas gefüllt ist. Das erlaubt eine höhere Wendeltemperatur und verlängert die Lampenlebensdauer. Das erhöht zum einen die Lichtausbeute einer Halogenlampe und erzeugt zum anderen ein brillantes Licht mit sehr guten Farbwiedergabeeigenschaften. Es wirkt mit seinen 3.000 Kelvin allerdings etwas kühler als das einer Standardglühlampe.

Kelvin
Durch die Farbtemperatur in der Einheit Kelvin (K) wird die Lichtfarbe einer Lampe angegeben. Der Wert zeigt an, ob eine Lampe warmweißes (unter 3.300 K), neutralweißes (3.300 bis 5.300 K) oder tageslichtweißes (über 5.300 K) Licht erzeugt. Glüh- und Halogenlampen sind technologiebedingt immer warmweiß.

Lampe
Eine Lampe ist das Leuchtmittel, das in eine Leuchte, einen Leuchter oder einen Scheinwerfer eingesetzt wird und dort als Lichtquelle dient. Im einfachsten Fall eine Glühbirne. Die Lampe muss in der Regel in die Leuchte eingeschraubt werden, um leuchten zu können. Übrigens: Der aktuell häufig gehörte und geschriebene Begriff „Energiesparleuchte“ ist in 99 Prozent aller Fälle falsch verwendet. Gemeint ist fast immer die Energiesparlampe.

Lebensdauer
Die Lebensdauer einer Lampe wird auf der Verpackung in Stunden und Jahren angegeben. Glühlampen haben eine mittlere Lampenlebensdauer von 1.000 Stunden. Energiesparlampen zwischen 8.000 und 12.000 Stunden, Halogenlampen 3.000 Stunden, LEDs zwischen 20.000 und 25.000 Stunden (bestimmte Modelle für professionelle Lichtanwendungen sogar 50.000 Stunden).
Zur Bewertung der mittleren Lampenlebensdauer in Jahren wird zugrunde gelegt, dass eine Lampe zur Wohnraumbeleuchtung pro Tag durchschnittlich drei Stunden eingeschaltet ist. Daher gilt die Faustformel, dass 1.000 Stunden etwa einem Einsatzjahr entsprechen. Da es sich um statistische Durchschnittswerte handelt, sind Abweichungen bei einzelnen Lampen natürlich möglich.

LED
Leuchtdioden (LEDs) sind lichtemittierende Halbleiterdioden und haben weder eine Glühwendel noch eine Gasentladungsstrecke. Es sind kleine Kristalle (Festkörper), die – an einen Stromkreislauf angeschlossen – Licht abgeben. Die Lichtfarbe ist abhängig von dem verwendeten Halbleiterwerkstoff.
Mit LEDs (Light Emitting Diodes) lassen sich nicht nur reine, kräftige Lichtfarben erzeugen, sondern auch weißes Licht zur Allgemeinbeleuchtung. Das geschieht heute meist durch Umwandlung von blauem Licht mit Hilfe eines Leuchtstoffs, ähnlich wie bei den Energiesparlampen. Dadurch lassen sich alle Weißtöne erzeugen. Für die Wohnraumbeleuchtung gibt es sie in Warm- und Kaltweiß.

Da LEDs (im Gegensatz zu konventionellen Lampen) keine UV- und kaum IR-Strahlung erzeugen, bleiben Textilien oder beispielsweise wertvolle Gemälde vom Ausbleichen verschont und wir empfinden keine Wärme, wenn LED-Licht auf unsere Haut trifft.

Leuchte
Umgangssprachlich wird oft der Begriff „Lampe“ als Synonym für eine Leuchte verwendet. Gemeint ist ein Beleuchtungsgerät, das aus einer Wand-, Deckenhalterung oder einem Fuß, eventuell einem Schalter, Schirm oder Reflektor, der Lampenfassung und dem Leuchtmittel besteht.

Lichtausbeute
Die Lichtausbeute einer Lampe gibt an, wie viel Licht pro Watt zugeführter elektrischer Leistung erzeugt wird. Es ist ein Maß für die Wirtschaftlichkeit und Effektivität. Eine Standardglühlampe von 60 Watt und einer Lichtleistung von 710 Lumen hat also eine Lichtausbeute von rund 12 lm/W. Eine 12-Watt-Energiesparlampe mit 725 Lumen kommt auf rund 60 lm/W.

Lichtfarbe
Weißes Licht, auch künstliches, besteht aus einem Gemisch von Farben. Je nach Anteil der Farbbestandteile ergeben sich verschiedene Weißtöne. Ist der Rotanteil höher, wirkt das Weiß der Lampe wärmer als bei einem höheren Blauanteil. Die Lichtfarbe wird durch die Farbtemperatur in der Einheit Kelvin (K) angegeben. Der Wert gibt an, ob eine Lampe warmweißes (unter 3.300 K), neutralweißes (3.300 bis 5.300 K) oder tageslichtweißes (über 5.300 K) Licht erzeugt. Glüh- und Halogenlampen sind technologiebedingt immer warmweiß.

Lichtstärke
Lichtstärke ist als der in eine bestimmte Richtung abgestrahlte Lichtstrom definiert (Reflektorlampe). Die Einheit ist Candela (cd).

Lichtstrom
Lichtstrom ist die gesamte von einer rundum strahlenden Lichtquelle abgegebene Lichtleistung. Die Einheit ist Lumen (lm).

Lumen (lm)
Lumen ist die Einheit für den Lichtstrom und gibt an, wie hell eine Lampe ist. Je höher der Lumen-Wert, desto heller die Lampe. Bisher wurde die Leistung einer Standardlampe durch deren Stromverbrauch in Watt angegeben. Neue Technologien benötigen allerdings deutlich weniger Energie, um die gleiche Menge Licht zu erzeugen. Deshalb wird zusätzlich die Helligkeit der Lampe in Lumen ausgewiesen.

OLED
OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) funktionieren ähnlich wie LEDs, verwenden jedoch organisches Halbleitermaterial. OLEDs sind in ultradünne Leuchtflächen eingebettet und strahlen weiches diffuses Licht aus. Dadurch ermöglichen sie neuartige Designlösungen und sind außerdem energieeffizient.

Ra-Wert
Zur Bewertung der Farbwiedergabeeigenschaften von Lampen dient der Farbwiedergabeindex CRI (international) bzw. Ra-Wert. Die Ra-Skala reicht von 50 bis 100. Je niedriger der Ra-Wert, desto schlechter die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lichtquelle. Glüh- und Halogenlampen haben ein kontinuierliches Farbspektrum und können somit das ganze Spektrum des sichtbaren Lichts erzeugen (Ra-Wert: 100). Bei Energiesparlampen und LED kommt es auf die spektrale Zusammensetzung des weißen Lichtes an. Hier liegt der Ra-Wert heute zwischen 80 und 90.

Quecksilbergehalt
Der Quecksilbergehalt zeigt an, ob und wenn ja wie viel Milligramm Quecksilber eine Lampe enthält.

Schaltfestigkeit
Eine Lampe kann nur bis zu einer gewissen Häufigkeit ein- und ausgeschaltet
werden. Das kann für die Lebensdauer entscheidend sein. Wie oft eine Lampe an- und ausgeschaltet werden kann, ohne Schaden zu nehmen, wird in Schaltzyklen angegeben.

Sockeltyp
Auf Lampen-Verpackungen wird mit Piktogrammen auf den Sockel des Leuchtmittels hingewiesen (z.B. Standard Schraubsockel, Hochvolt Halogensockel, Niedervolt Halogensockel).

Standardglühlampe
Standardglühlampen sind ein Temperaturstrahler und besitzen ein kontinuierliches Lichtspektrum mit allen Farben des Regenbogens. Der Hauptteil des Spektrums liegt im sichtbaren Rot- und im unsichtbaren Infrarotbereich. Es entsteht das typische warmweiße Licht mit einer Farbtemperatur von etwa 2.700 Kelvin, allerdings mit einer hohen Wärmeabstrahlung (fünf Prozent Licht, 95 Prozent Wärme).

Startverhalten
Das Startverhalten erklärt, wie schnell die Lampe eine bestimmte Lichtstärke erreicht. Glüh-, Halogen- und LED-Lampen starten sofort, während Energiesparlampen ein wenig Zeit brauchen, um die volle Helligkeit zu erreichen.

Vergleichswert
Der Vergleichswert auf einer Lampenverpackung zeigt an, welcher klassischen Glühlampe die enthaltene Lampe mit der angegebenen elektrischen Leistung (in Watt) entspricht

Watt (W)
Viele Leute denken, dass die Wattzahl die Helligkeit misst, aber in Wirklichkeit zeigt sie den Stromverbrauch der Lampe an. Energiesparlampen und LED-Lampen brauchen normalerweise weniger Strom (und haben darum eine geringere Wattzahl), um die gleiche Lichtmenge abzugeben wie eine herkömmliche Lampe mit einer höheren Wattzahl.