[Food Illuminesca] Shop-Beleuchtung-Trends: Wo Licht ist, muss auch Schatten sein

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„Gegessen wird immer“, wer nach dieser Devise handelt – in Anlehnung an Adenauers Fehleinschätzung zum Kinderkriegen – wird keine große Freude am Verkauf von Lebensmitteln haben. Die Kunden wollen angelockt und zum Kaufen animiert werden. Wie wichtig dabei Licht und Farben, aber auch Düfte sind, wurde am Donnerstag auf der „Food Illuminesca“ von Philips in Köln deutlich.

Auf der Fressmesse „Grüne Woche“ hätte man bei der Salami zugegriffen und herzhaft ins Fleisch gebissen. „Schmeckt!“ Bei der „Illuminesca“ blieben die Pfoten weg, dafür die Augen auf: „Sieht gut aus!“ Lecker rot die Fasern, hübsch weiß das Fett. Natürlich, weil richtig ausgeleuchtet mit LED. „Eine neue Natürlichkeit. Ein klarer Trend“, sagt Sonja Küttler, Mitarbeiterin von Philips, dem Organisator des Events.

Ein Test mit der Hand zeigt, dass sich die Auslagen unter LED nicht erwärmen. Frisches sieht dank der Lampe länger frisch aus. Im echten Supermarktleben fliegt der Anschnitt damit nicht so schnell in die Tonne wie üblich, nur weil der Kunde meint, sämtliche Wurst in der Theke trockne vor sich hin.

Auch nebenan will man zubeißen: Gelbe Honigmelone, grüner Salat, rote Paprika – lecker, lecker, dem Licht sei dank. „Beim Frischfisch auf Eis würde das richtige Licht die Kälte unterstreichen“, erfährt man von Küttler. Aber der Geruch…, nee, Fisch ist doch nichts für eine Messe.

Im Showfloor nebenan gibt es Licht und Schatten. Sektflaschen glitzern im Licht und werfen sanfte Schatten ins Regal. Nudelpackungen und Konserven tun es ebenso. Waren dürfen nicht mit zu viel und hartem Licht erschlagen werden, lernt man von Produktmanager Andreas Hilbert. Schließlich erwartet das menschliche Gehirn natürliche Schatten, wo Licht herrscht.

Um beides rund um Flasche und Dose zu zaubern, hat Licht-Riese Philips eine neue Spot-Leuchte namens „ExactEffect“ entwickelt, die auch schon als Prototyp auf der „Light + Building“ in Frankfurt jüngst auf großes Interesse stieß. Denn diese Lichtlösung ist nicht nur besonders energieeffizient, sondern ermöglicht im Vergleich zur konventionellen Beleuchtung eine präzise Lichtverteilung, so dass die Anzahl benötigter Leuchten pro Raum um ein Viertel gesenkt werden kann

[Food Illuminesca] Shop-Beleuchtung-Trends: Wo Licht ist, muss auch Schatten sein

Besser shoppen mit smartem Licht und Farbe

In schwarz-weiß gekleidet tritt Malaika Brengman (Foto oben) ans Podium. Ausgerechnet über Farben hat die Professorin an der Vrije Universiteit in Brüssel/Belgien geforscht. Ihr Rat auf der Illuminesca: Farben auf das Produkt und das Image des Unternehmens abstimmen. Und keinesfalls Gelb-Grün verwenden. Das verabscheuen Kunden.

Dann gibt es doch noch etwas zu essen. Bonbons. Georg Ortner, Geschäftsführer von RSH Duftkanal, lässt die Gäste schlotzen und erfahren, dass die Guzel erst mit Geruch schmecken. So verhält es sich beim Kunden auch: Licht allein genügt ihm nicht zur Verführung, Duft müsse dazu.

Zusammen mit Philips und den Stoff-Experten kvadrat hat er eine „Duftaura“ mit dem Namen „Cosmoscent“ entwickelt. Bei einem kleinen Showcase strömt Schokoladenduft aus dem Boden, aus den Musikboxen trällert Trude Herr, dass sie keine Schokolade will, und die LED-Leindwand „Luminous Textiles“ von Philips leuchtet in wechselnden Braun-Rot-Tönen. Das macht Hunger auf Schoki. Erleben kann man einen Vorläufer des Konzepts „Cosmoscent“ bereits in der Douglas Duftlounge im Kölner Hauptbahnhof. Zukunftsmusik.

Altes eingerissen hat dagegen Werner Kalter, Geschäftsführer von Tengelmann Energie. Bei einem Supermarkt hat er das Dach aufgerissen, um Tageslicht hereinzulassen – ein handfester Baustein auf dem Weg zu mehr Natürlichkeit.

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Noch mehr Highlights von der Illuminesca: Wir werden die kommenden Tage hier bei „ Smart Light & Living“ weitere Features zur „Food Illuminesca“ bringen. Also stay tuned.

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