Stellar Caves: Höhlenmalerei aus Licht

Stellar Caves by Julien Salaud

Der Beginn der bildenden Kunst fand in Höhlen statt, erleuchtet vom Flackern brennender Hölzer, während draußen die Sterne im blauschwarzen Himmel funkelten.

Gerade mal 70.000 Jahre später zaubert der französische Künstler Julien Salaud Tiersilhouetten, Strahlen und Muster in schimmerndem Blau in die Höhlen unseres dritten Jahrtausends.

Stellar Caves by Julien Salaud

Zuletzt im Herzliya Museum für zeitgenössische Kunst in Tel Aviv – da zog er in fluoreszierende Farbe getränkte Schnüre durch die Ausstellungshalle, wob Bilder durch den Raum, die bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht wie eine Synthese aus Sternenhimmel und Höhlenmalerei schimmern, knotete die Enden auf zahllose Nägel in Wänden und Gestellen.

Die Formen der Wildtiere entwickelte er aus ausgestopften, präparierten Rehen und anderen Waldtieren und ihrer Umhüllung mit den von ihm verwendeten fluoreszierenden Baumwollfäden.

Stellar Caves by Julien Salaud

Die gleichzeitig archaisch, ornamental und wie eine in einen langen Augenblick festgefrorene Lasershow wirkende Arbeit „Stellar Caves“ bewegt sich im Zickzack auf einer Gesamtlauflänge von 30 Kilometern (soviel Garn spulte Salaud in Tel Aviv ab) durch die Kulturgeschichte der Menschheit und die Phantasie der Ausstellungsbesucher.

+ Link: Julien Salaud | via thisiscolossal.com

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