Pusteblume als Licht #Video

Dandelight by Studio Drift: Löwenzahn mit LED

In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit des Löwenzahns zwar im April und Mai. Aber es erscheinen Blüten auch noch bis in den Herbst hinein. Und bei den gerade so milden November-Temperaturen würde es uns kaum erstaunen, wenn es in diesem Jahr deutlich mehr als üblich sind.

Gut für Künstler wie Wolfgang Laib, der für seine Konzeptkunst eigenhändig Blütenstaub sammelt und gerade für seine farbenprächtigen Werke mit dem wichtigsten internationalen Kunstpreis geehrt wurde.

Dandelight by Studio Drift: Löwenzahn mit LED
(c) Studio Drift: Dandelight

Doch Löwenzahn ist viel mehr als nur Blütenstaub-Lieferant und sogar ausgesprochen vielseitig. Sind Bienen fleißig zugange, kann man sich etwa über goldgelben Honig mit kräftigem Aroma freuen. Der Stengel funktioniert als Tröte, junge Blätter schmecken als Salat und die gelben Blüten sind zu Gelee oder Sirup zu verarbeiten.

Mit OLED oder LED werden Flugschirme zum Lampenschirm

Am spannendsten aber finden wir das, was kreative Licht-Designer aus der reifen Löwenzahnpflanze machen, der Pusteblume. Die silbergrauen Flugschirme kommen ins Spiel, sobald die Blütenhülle verblüht ist. In der Verbindung mit LED werden sie beim niederländischen Studio Drift durch geduldige Handarbeit zu fragilen Light Emitting Dandelions – kurz „Dandelight“.

Das sieht schon für sich ganz wunderbar aus – als Installation aus ganz vielen dieser LED-Blumen wird die Kombination von Natur und Technik dann auch zum Statement. „Fragile Future III“ nennen die Studio-Drift-Künstler Lonneke Gordijn und Ralph Nauta ihr Werk, das nicht nur preisgekrönt ist, sondern bereits in London, Paris oder New York zu sehen war.

Future Living III aus LED-Löwenzahn by Studio Drift
(c) Studio Drift: Future Living III

Fragile Future FINAL 2014 from Arjen van Eijk on Vimeo.

Nicht zuletzt stehen gerade die Löwenzahn-Schirmchen für natürliche Schönheit und Vergänglichkeit. Und die wird auch bei Takao Inoue mit modernsten Lichtquellen inszeniert. Für „OLED Tampopo“ platziert der japanische Künstler, der eigentlich vom Film kommt, eine winzige organische Leuchtdiode in den Stengel von vorsichtig gepflücktem Löwenzahn.

Die sorgt für leicht flackerndes Licht und soll die Zerbrechlichkeit des Gebildes unterstreichen. Was ganz genau gelingt.

OLED Tampopo by Takao Inoue
OLED Tampopo by Takao Inoue
(c) Takao Inoue: OLED Tampopo

+Links: Dandelight und Fragile Future III by Studio Drift | OlED Tampopo by Takao Inoue via Spoon&Tamago

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