LED: Besseres Licht, weniger Malaria

Forschung: Mit LED gegen Malaria

Mit geeigneten LEDs kann Malaria bekämpft werden, wie Travis Longcore, Professor an der University of Southern California mit seinem Team in Zusammenarbeit mit André Barroso, Wissenschaftler bei der Philips Lighting Group in Holland, herausfand.

Tatsächlich ist schon länger bekannt, dass Insekten von ultraviolettem Licht besonders angezogen werden, wie es von vielen heute verwendeten Leuchtmitteln mitproduziert wird. Eine Modifikation der LEDs senkte die Ultraviolettabstrahlung und damit die Atraktivität für Insekten um etwa 20 Prozent.

Weniger Insekten, konkret Moskitos, bedeuten weniger Malaria und andere Krankheiten. Zudem ist Licht mit geringen Blauanteilen nachts gesünder, wie wir aus anderen Quellen wissen. Man schläft anschließend besser, neigt weniger zu Krebs, Diabetes und Gewichtsproblemen, wenn das abends verwendete Licht weniger blaue Anteile enthält. Diese Modifikation hat übrigens nichts mit der sogenannten Farbtemperatur zu tun, sondern mit einer Einschränkung des abgestrahlten Spektrums.

Nachdem aber in sehr heißen Ländern Fensterscheiben weniger verbreitet sind als in gemäßigtem Klima, bedeutet gerade dort ein für Insekten weniger attraktives Licht eine Senkung der Krankheitübertragungsrate durch Insektenstiche. Und das ganz ohne chemische Mittel.

+Links: Studie von Travis Longcore et al. | via Fastcoexist.com | 1billonnets.org

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