Eiserner Steg: Was Frankfurt verbindet, leuchtet auf der Luminale

Auf der Light + Building wird tagsüber vernetztes Licht in Hülle und Fülle gezeigt, das sich kabellos mit Geräten Sensoren oder anderen Systemen verbindet. Abends dagegen zeigt eine Installation des Licht-Gestalters Fabian Thiele, was in Frankfurt schon lange vor der Digitalisierung für Verbindungen sorgte – und das ganz massiv.

Der Eiserne Steg, der 1869 auf Drängen der Frankfurter Bürger gebaut wurde, leuchtet als ein „Light Walk“-Projekt“ der Luminale am Mainufer für den direkten Zugang von „Hibbdebach“ zu „Dribbdebach“, also der Frankfurter Alstadt und dem Stadtteil Sachsenhausen auf der anderen Seite des Mains.

Mit der Brücke sollte einst die Kommunikation mit den südlichen Stadtteilen und dem Umland verbessert werden. Und so stand in diesem Jahr das Gedicht „Hibb der Bach un dribb der Bach“ des Frankfurter Mundartdichters Friedrich Stoltze, dessen 200. Geburtstag erst 2016 zu feiern war, weithin sichtbar Pate für das Lichtkunstwerk.

Die Installation wird heute zwar leider schon vorzeitig abgebaut, weil sie unter den rauen Wetterverhältnissen gelitten hat.Auch andere Kunstwerke aber, die der Light Walk in Frankfurt mit geringen Entfernungen zentral verbindet, begeistern und sind auch heute sowie morgen noch zu sehen.

Mobile Lichtskulptur zum Mitmachen

Der Eiserne Steg ist heute Abend um 19.45 Uhr dennoch Startpunkt für einen großen Lichtumzug entlang des Mainufers. Der nennt sich „Mobile Lichtcluster“ und ist ein Projekt des Umwelt-Exploratoriums, das zusammen mit Frankfurter Schülern und Schülerinnen entworfen und realisiert wurde. Wer Lampions oder Taschenlampen mitbringt, kann einfach mitmachen.

Foto: Messe Frankfurt / Jochen Günther

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